CHRONIK DER FEUERWEHR STEINDORF

1973                                                                                  

2. Kommandowahlen: Kdt.: HBI Haidinger Johann


Kdt. Stellv. :      OBI Liftinger Matthias

Schriftführer:      AW Schachl Johann jun.

Kassenführer:    AW Haberl Alfred

Gerätewart:       AW Schachl Johann sen.

Lotsenkdt.:        BI Schallmeiner Karl

 

Veranstaltungen:

Dieses Jahr begann für die Feuerwehr traditionsgemäß mit dem Feuerwehrball am 6. Jänner. Das zweite gesellschaftliche Ereignis war unser Gartenfest am 1. Juli. Beide Veranstaltungen waren ein voller Erfolg und brachten eine Aufbesserung unserer Kameradschaftskassa.


Fuhrpark:

Ein großer Tag seit der Erreichung der Selbständigkeit war der 16. April. Um 16 Uhr traf endlich das bereits lang erwartete Feuerwehrauto Marke Land Rover mit Rosenbauer Vorbaupumpe (Kosten S199710,-) ein. Es fand eine kurze Einführung in das Arbeiten mit dem Auto und Pumpe statt. Die Segnung nahm Pfarrer Gabriel Sax im Rahmen der Florianifeier in Seewalchen vor. Anschließend wurden die Kameraden und die Ehrengäste von Bgm. Alois Ulm zu einem Imbiss ins Fremdenverkehrshaus eingeladen.


Vollversammlung:

Am 28. April fand eine Vollversammlung zur Bestellung eines Wahlausschusses statt. Die Mitglieder des Wahlkomitees (Hermann Starzinger, Karl Gruber und Karl Krempler) haben Vorschläge für die Wahl eines Feuerwehrkommandos zu erstellen.

Bei dieser Versammlung wurde auf Anregung des Kommandanten beschlossen, dass sich die Feuerwehrkameraden in Hinkunft jeden Donnerstag vor dem Feuerwehrhaus treffen wollen. Ziele dieser wöchentlichen Zusammenkünfte sind: Information, Aussprache, Übungen sowie die Pflege der Kameradschaft.


Übungen:

Von den Übungen sind in diesem Jahr die Gemeinschaftsübung im Sägewerk der Chemiefaser Lenzing und die Herbstübung in der Rosenau (Kirche) zu erwähnen, an denen sich die auch die Feuerwehren Lenzing, Kemating und Seewalchen beteiligten.


Einsätze:

Beim Großbrand am 26. Juni in der Schuhfabrik Kastinger waren 16 Mann unserer Wehr gemeinsam mit Kameraden von 21 Feuerwehren an den Löscharbeiten beteiligt.

In den Morgenstunden des 2. Juli als gerade der Frühschoppen ausklang wurden wir zum Einsatz nach Haining gerufen, wo die Scheune  des Landwirts Fürthauer brannte.

1974                                                                                  

Kommandobeschluss:

Am 4. Jänner beschloss das Kommando einstimmig, ein Ansuchen über den Grundankauf für ein neues Feuerwehrhaus an die Gemeinde zu richten.


Jahreshauptversammlung:

Bgm. Ulm berichtete bei der Jahreshauptversammlung am 12. Juni, dass der Grundankauf für ein neues Zeughaus bereits erfolgt sei (Wiese vom Jocham am Ortsrand). Das Feuerwehrhaus wurde an dieser Stelle nicht gebaut und  seither befindet sich auf diesem Areal der beliebte Spiel-und Fußballplatz. Fünf "Jungkameraden" wurden zu Feuerwehrmännern befördert. Beim Totengedenken wurde besonders des im Februar verstorbenen Franz Schachl gedacht.


Übungen u. Schulungen:

In diesem Jahr fanden im Sommer drei größere Übungen statt und Zehn Kameraden besuchten verschiedene Lehrgänge im Bezirk und an der Landesfeuerwehrschule.


Einsätze:

In diesem Jahr blieb unsere Wehr glücklicherweise von nennenswerten Einsätzen verschont.


Veranstaltungen:

Die gesellschaftlichen Ereignisse kamen auch nicht zu kurz, so fand am 5. Jänner bereits der traditionelle Feuerwehrball statt, gefolgt von der Florianifeier am 5. Mai und dem bereits zur "Gewohnheit" gewordenen Gartenfest am 23. Juni.


Kameradschaft:

Den Abschluss dieses Jahres bildete am 8. November ein Gemeinschaftsabend in der Backhendlstation in Moosham.

1975                                                                                  

Veranstaltungen:

Für die traditionellen Veranstaltungen wie Ball und Gartenfest für die jedes Jahr unzählige Stunden für Kartenvorverkauf, Tombola, Aufbau und Abbau geleistet werden, sollen an dieser Stelle einmal die fleißigen Helfer erwähnt und gewürdigt werden, ohne die solche Aktivitäten nicht möglich wären. Allein für das Gartenfest waren es in diesem Jahr rund 700 Stunden.


Jahreshauptversammlung:

Bei der Jahreshauptversammlung am 1. März betonte Bgm. Ulm die Notwendigkeit eines neuen Zeughauses und versprach, dass die Gemeinde sich bemühen werde den Bau sobald es die Verhältnisse erlauben in Angriff zu nehmen.


Ausrückungen:

Im Rahmen der Florianifeier wurden 2 Jungkameraden unserer Wehr angelobt. Anlässlich des Gründungsfestes 90 Jahre Kameradschaftsbund waren 22 Mann unserer Wehr beim Fackelzug und Ordnungsdienst eingeteilt.


Übungen u. Schulungen:

Von der Übungs-und Schulungstätigkeit wären besonders hervorzuheben:

Am 16. Jänner die Nachtübung gemeinsam mit der FF Seewalchen, weiters am 2. Juni eine Funkübung mit Relaisschaltung. Die Leitung wurde vom Bach in Steindorf nach Genstötten gelegt. Beteiligt waren die Feuerwehren der Pflichtbereiche Gampern und Seewalchen. Am 25. September wurde bei einer Gemeinschaftsübung die Kirche in Kemating "bewässert". Den Abschluss bildete am 22. November die Herbstübung bei der eine Leitung vom Attersee zur "Lenzingersiedlung" gelegt wurde. 3 Mann besuchten den Gruppenkommandanten an der Landesfeuerwehrschule.


Einsätze:

Am 8. März wurde unsere Wehr zu einem Autobrand in "Neu Steindorf" gerufen. 6 Mann waren 1,5 Stunden im Einsatz.

Am 3. September brannte es nach einem Blitzschlag im Wirtschaftsgebäude beim Moar in Gerlham. 77 Einsatzstunden leistete unsere Wehr beim Brand und bei den Aufräumungsarbeiten.

1976                                                                                  

Einsätze:

Zu einem technischen Einsatz wurde unsere Wehr nach einem schweren Verkehrsunfall am 28. September auf der Kreuzung Steindorf-Kraims gerufen.

Von den Brandeinsätzen gibt es in diesem Jahr bis auf einen Entstehungsbrand beim "Hirscher in Kraims" glücklicherweise wenig zu berichten.


Löschwasserversorgung:

Am 1.April überprüften 7 Mann die Löschteiche in Staudach und Baum, der Wasserstand wurde für in Ordnung befunden. 


Übungen:

Die Höhepunkte einer regen Übungstätigkeit waren sicherlich die Gemeinschaftsübungen mit Seewalchen und Kemating, die in Staudach, Steindorf und am Höhenweg in Seewalchen stattfanden.


Veranstaltungen:

In diesem Jahr fiel der schon traditionelle Feuerwehrball dem Abbruch des Fremdenverkehrshauses (Saal) zum Opfer. Dafür aber brachte unser Sommernachts-und Gartenfest am 26.u. 27. Juni (Liftinger Obstgarten) einen ausgezeichneten Erfolg. Die Festabrechnung, zu der alle Mitwirkenden eingeladen waren fand im GH Kienklause in Steinbach statt.


Ausrückungen:

Zum 75 jährigen Bestandsjubiläum unserer Nachbarfeuerwehr Kemating waren 19 Mann ausgerückt. Unser Feuerwehrauto wurde am 12. Juni bei einer Fahrzeugweihe, die anlässlich der 500-jahrfeier der Pfarre Seewalchen stattfand, gesegnet.

Bei der feierlichen Übergabe des Gemeindewappens am 10. Juli durch LH Erwin Wenzl, befanden sich unter den anwesenden Feuerwehrmännern auch 16 Kameraden unserer Wehr.


Feuerwehrhaus:

Am 12. Oktober beschloss das Kommando, der Gemeinde S100000,- für den Feuerwehrhausneubau zur Verfügung zu stellen. 

1977                                                                                  

Ausrückungen:

Anlass zur ersten Ausrückung war am 12. Februar das Begräbnis des Kameraden Josef Resch, welcher 51 Jahre Feuerwehrmann war. Am 20. August nahmen 20 Mann am Begräbnis des bei einem Verkehrsunfall verunglückten Pfarrer Gabriel Sax. Am 20.Oktober folgte schließlich noch das Begräbnis von Ludwig Lohninger. Es gab aber auch Ausrückungen zu erfreulicheren Anlässen so fand z.B. am 7. Mai die Florianifeier statt, gefolgt von der Fronleichnamsprozession.


Jahreshauptversammlung:

Bei der Jahreshauptversammlung am 1. April wurden 5 Jungkameraden angelobt, der Mitgliederstand erhöhte sich damit auf 41 Kameraden. Bgm. Alois Ulm gibt in seiner Ansprache bekannt, dass mit dem Neubau des neuen Feuerwehrhauses noch in diesem Jahr begonnen wird.


Veranstaltungen:

Wichtige gesellschaftliche Ereignisse waren unsere beiden Sommerfeste am 25. Juni sowie am 3. Juli. Das am 20. August ausgetragene Fußballspiel zwischen der FF Seewalchen und der FF Steindorf endete nach spannendem Kampf 1:1


Übungen:

Von den Übungen wäre besonders die Herbstübung des Pflichtbereichs zu erwähnen. Als Brandobjekt diente das Bauernhaus Kolm in Staudach zu dem vom Bach eine 550m lange Zubringleitung gelegt werden musste. Bei dieser Nachtübung konnte sich Bgm. Ulm, Dechant Reiter und Abschnittskommandant Lasinger von der Einsatzbereitschaft der 3 Feuerwehren überzeugen. Die Übungsbesprechung fand im GH Metzger bei Bier u. Würstel statt.


Bewerbe:

Beim Landesbewerb in Kremsmünster erwarb eine Gruppe die LA in Bronze und Silber. Es waren dafür 27 Übungen a 2 Stunden erforderlich. Den Grundlehrgang am 16. und 17. Juli besuchten 7 Mann.


Einsätze:

Am 11. März rückten 5 Mann zu einem Garagenbrand beim Haus Maringer in Ainwalchen aus.

Einer der größten Brandeinsätze seit Bestehen unserer Wehr begann am 26. Juli kurz nach Mitternacht. Durch Selbstentzündung des Heustockes bei Landwirt Franz Egger entstand in der Scheune ein Brand, der sofort auch auf das Nachbargebäude des Landwirts Ludwig Lohninger übergriff und beide Wirtschaftsgebäude und die Dachstühle der Wohngebäude zum Großteil vernichtete. Die Tiere konnten gerettet werden, ein Teil der Maschinen wurde ein Raub der Flammen.

Es galt vor allem die sehr nahe gelegenen Nachbarobjekte "Sporrer, Resch u. Straßbauer" zu retten, was auch durch das rasche eingreifen der Feuerwehren möglich war. Insgesamt waren 15 Feuerwehren mit 21 Fahrzeugen und 183 Mann an den Lösch und Aufräumarbeiten die am nächsten Tag abgeschlossen wurden, beteiligt.

Abbrucharbeiten:

Am 11. April richtete das Kommando ein Ansuchen an die Gemeinde, in dem die Verlegung des Standortes des neuen Zeughauses in das Ortszentrum (ehem. Waliserhaus) gewünscht wird. Dieses Ersuchen wurde in einer Gemeinderatssitzung genehmigt.

Mit dem 23. September beginnt sich der größte Wunsch unserer Wehr seit der Erlangung der Selbstständigkeit und dem Ankauf des Kleinlöschfahrzeuges zu erfüllen. An diesem Freitag beginnen nämlich 3 Mann, mit dem Abdecken des alten "Waliserhaus" (Dullingerhaus), an dessen Stelle nach der Abtragung unser neues Feuerwehrhaus entstehen soll. In den folgenden Tagen wurde das Gebäude dem Erdboden gleich gemacht.